Die Landesregierung hat im Kulturausschuss einen Bericht zur geplanten Versteigerung der Portigon-Bücher abgeben. Die Kleingeisterei des Finanzministers setzt sich fort. Es geht um Milliarden-Verluste bei der Bankabwicklung – und die Landesregierung stellt sich wegen ein paar Büchern auf die Hinterbeine und will damit unseren Landesbibliotheken wahre Schätze entreißen. Das seit langem vorherrschende Bild verfestigt sich: Diese Landesregierung ist kulturlos.

Dass die Portigon-Manager bestreiten, dass es sich bei den Büchern um Kunstwerke handelt, müsste die Landesregierung eigentlich auf die Barrikaden bringen, denn sie werden auf einer Kunstauktion versteigert. Doch der von Fachleuten entwickelte Verhaltenskodex für öffentliche Kulturgüter interessiert in der Regierung Kraft niemanden. Der Umgang mit Kunst und Kultur bei SPD und Grünen ist beschämend.