„Rot-Grün hat den Sport vernachlässigt“ – Die beiden CDU-Landtagskandidaten aus Düsseldorf wollen das ändern

April 6, 2017

Der 6. April ist der Internationale Tag des Sports. Grund genug für die CDU-Landtagskandidaten Angela Erwin und Olaf Lehne aus dem Düsseldorfer Westen und Norden, um auf die Bedeutung des Sports für Nordrhein-Westfalen hinzuweisen. „NRW muss endlich ein richtiges Sportland werden“, betonen beide. „Beim Sport zählt nicht nur die reine Aktivität von Athletinnen und Athleten, sondern auch das, was Ehrenamtliche in den Sportvereinen leisten. Diese wichtige Arbeit muss Politik mehr unterstützen. Das ist ein Anliegen der CDU.“

Zudem fordern Erwin und Lehne, Bewegung und Gesundheitsförderung sollen verbindlich in die Sportlehrpläne aller Schulen in NRW aufgenommen werden. Mit Blick auf die Gesamtbilanz der rot-grünen Landesregierung im Sport sprechen beide Kandidaten von erheblichen Mängeln.

Den Schulsport stärken
„Unter Rot-Grün wurde der Sport an den Schulen kaum gefördert. Nach einem Wahlsieg der CDU in NRW wollen wir das ändern“, so Erwin und Lehne. „Sport gehört zu einer guten Bildung. Gesund und fit durch Sport und Bewegung – dieses Unterrichtsziel muss endlich in den Lehrplänen fest verankert werden.“

Bereits vor drei Jahren hatte die CDU-Landtagsfraktion Fitness- und Bewegungstests an allen Grundschulen in NRW vorgeschlagen. Doch Rot-Grün hat das Programm bislang nur für einzelne Kommunen aufgelegt.

Düsseldorfer Modell als Vorbild
Erwin und Lehne setzen nach der Wahl auf ein bewährtes Projekt aus Düsseldorf für Grund- und weiterführende Schulen. „Seit 2003 läuft das Düsseldorfer Erfolgsmodell der Bewegungs-, Sport- und Talentförderung unter dem Titel ‚Check!‘. Dabei werden Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse auf Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination getestet. Der ‚ReCheck!‘ erfolgt dann in der fünften Klasse. ‚Check!‘ und ‚ReCheck!‘ sind ein gutes Vorbild für ganz Nordrhein-Westfalen.“ 

Unterrichtsausfall begrenzen
Die Umsetzung könne natürlich nur gelingen, wenn Sportunterricht auch regelmäßig stattfinde. „Unterrichtsausfall und Stundenkürzungen sind auch im Sport ein Problem. Jede verlorene Stunde bedeutet weniger Bildung für Kinder und Jugendliche.

Deshalb will die CDU mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen“, sagen Erwin und Lehne. Zudem sollten Schulen mit den Sportinstituten zusammenarbeiten, die es an sechs öffentlichen Hochschulen in NRW gibt. „Dadurch könnten Studierende im Sportunterricht eingesetzt werden und Personalengpässe kurzfristig beheben.“

Keine Asylbewerber in Turnhallen
Ein anderes Problem sehen Erwin und Lehne, wenn Turnhallen und Sportstätten als Notunterkünfte für Asylsuchende genutzt werden. „Auch das schränkt Unterricht und Vereinssport ein. Darum will die CDU erreichen, dass das Land die Menschen anderweitig unterbringt – in landeseigenen Gebäuden, die leer stehen.“ Rund 40.000 solcher Bauten gebe es in NRW. „Sporthallen von Schulen und Vereinen müssen dagegen frei bleiben. Sonst leidet der Sport, und die Vereine verlieren ihre Mitglieder.“

Das schade am Ende der Integration von Zugewanderten, wissen Erwin und Lehne. „Sport verbindet. Sportvereine sind Orte der Integration. Dabei müssen wir sie klar unterstützen und ihnen ihre Trainingsflächen lassen.“

Vereine bei Integration unterstützen
Erwin und Lehne greifen einen Vorschlag der Düsseldorfer CDU-Ratsfraktion auf, wonach die Integration von Zugewanderten durch den Sport und in den Sport gefördert werden soll. „Den entsprechenden Antrag haben SPD, Grüne und FDP seinerzeit im Düsseldorfer Integrationsrat abgelehnt. Wir aber halten die Idee, Vereine bei integrativen Angeboten für Geflüchtete zu unterstützen, für eine gute Sache. Darum sollte sich die Landes-CDU nach der Wahl kümmern.“

Olympia als Chance
Seit letztem Jahr ist NRW als möglicher Austragungsort für die olympischen Sommerspiele 2028 im Gespräch. „CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet gehörte zu den ersten Politikern, die eine NRW-Bewerbung unterstützen. Hannelore Kraft ist erst zwei Wochen später auf den Zug aufgesprungen“, kritisieren Erwin und Lehne. „Abgesehen von der sportlichen Sensation ist Olympia für das Land eine einmalige Gelegenheit, um in Sportstätten, Straßen und den ÖPNV zu investieren. Dafür gibt es Fördermittel von Bund und EU. Leider hat Frau Kraft diesen Vorteil für die Infrastruktur nicht erkannt.“

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